Neanderthalmuseum Mettmann, Ausstellung DUCKOMENTA

Zur DUCKOMENTA ins Neanderthalmuseum Mettmann

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von Ernst Käbisch.

Das weltberühmte Neanderthalmuseum in der kleinen Kreisstadt Mettmann zwischen Düsseldorf und Wuppertal ist derzeit auch noch aus einem anderen Grund sehr sehenswert. Zur interessanten Daueraustellung der Neanderthaler wird hier bis zum 30. Oktober 2016 die Wanderausstellung DUCKOMENTA gezeigt.

Die kleine Kreisstadt Mettmann ist viel interessanter, als man auf den ersten Blick vermutet. Immerhin war sogar Mettmann einstmals Bergbaustadt, was aber fast niemand mehr weiß. Es gab hier die beiden Erzzechen „Fortuna“ und „Benthausen“, die besonders um die Jahrhundertwende vom 19ten und 20ten Jahrhundert Erz förderten, hauptsächlich Blei und Zink und ein bisschen Eisen und Kupfer.

Besonders von der Zeche „Benthausen“ im Ortsteil Metzkausen knapp an der Stadtgrenze zu Ratingen sind sogar noch Relikte der Schachtanlagen und komplette Zechengebäude erhalten geblieben. Das ist sehr bemerkenswert und selten nach all der Zeit.

Das Neanderthalmuseum in Mettmann

Weltberühmt ist in Mettmann aber das Neanderthalmuseum am Fundort des Neanderthalers an einem der typischen ehemaligen Kalksteinbrüche der Region. Das Museum selber ist schon unbedingt sehenswert mit seinen spektakulär schiefen Räumen (wie eine Höhle) und seinen Ausstellungstücken der bekannten Neanderthaler wie bei einem Wachsfigurenkabinett.

Natürlich waren wir hier schon einmal in dieser Dauerausstellung und haben uns die Figuren, von denen immer wieder in Medien in der ganzen Welt Fotos gezeigt werden, interessiert angesehen. Auch der Fundort der Neanderthaler ist genau rekonstruiert und gehört zur Ausstellung.

Neanderthalmuseum Mettmann, DUCKOMENTA
Neanderthalmuseum Mettmann, DUCKOMENTA

Wanderausstellung „DUCKOMENTA“ in Mettmann

Aber es gibt heute noch einen weiteren Grund, hier noch einmal mit der kleinen zwischen Mettmann und Kaarst pendelnden Regionalbahn bis zur Station „Neanderthal“ hinzufahren. Und zwar ist das die auch schon berühmte Wanderausstellung „DUCKOMENTA“, die noch bis Ende Oktober 2016 im Neanderthalmuseum zu sehen ist. Und dann wandert sie in eine andere Stadt und in ein anderes Museum weiter.

Meisterwerke der Kunstgeschichte sind verfremdet und Figuren wie beim Gemälde der Schrei von Edvard Munch oder auch ein Selbstporträt von Vincent Van Gogh sind in typischer Manier mit Entenhausener Enten aus der Walt-Disney-Produktion karikiert.

Der alte Neanderthaler am Eingang ist von einer Ente begleitet

Schon am Eingang zum Neanderthalmuseum ist der bekannte alte Neanderthaler mit zotteliger Frisur und Speer diesmal in Gesellschaft von einem kleinen Neanderthaler in Entengestalt. Im Verlauf der so interessanten Dauerausstellung sind jetzt immer wieder diese Kunstwerke einge“streut“, wo bekannte Gemälde und Skulpturen mit Entenköpfen und Entenfiguren verändert sind. Das ist drollig und sehr sehenswert und zum Teil sehr verblüffend gemacht.

Nur von der Duck-Nofretete, die auf großformatigen Plakaten überregional für diese Ausstellung wirbt, bin ich ja etwas enttäuscht. Das ist hier nur eine ganz kleine, leicht übersehbare Figur in einer der Ausstellungsvitrinen.

Und an einer Stelle können sich die hier im Museum immer zahlreichen Kinder in einem Entenkostüm in einen Bilderrahmen stellen und porträtieren lassen. Selbst Tim, der als dreizehnjähriger sich längst nicht mehr als Kind fühlt, macht amüsiert dieses kleine interaktive Spiel mit. Das ist eine gute Idee, wenn man die Besucher so humorvoll einbindet, finde ich.

Informationen zum Neanderthalmuseum:

Stiftung Neanderthal Museum
Talstraße 300
40822 Mettmann

Tel. 02104 – 97970  / Webseite / eMail

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag     10.00–18.00 Uhr
Montags ist das Museum geschlossen.

 

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Fotos des Ausflugs zum Neanderthalmuseum, Mettmann, zur Ausstellung der DUCKOMENTA
© Ernst Käbisch
Weitere Fotos auf seiner Webseite

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Wer ist Ernst Käbisch? – Hier seine eigene Antwort:

Tja, was soll ich erzählen über mich. Eigentlich bin ich gelernter Werbegrafiker, habe aber nur ein paar Jahre mal in dem Beruf gearbeitet und kann da keine Erfolgserlebnisse draus ziehen, mit ansprechender Gestaltung von Verpackungen und Plakaten Schuhcreme oder andere Produkte zu vermarkten. So habe ich in den letzten Jahrzehnten in ganz anderen Berufen gearbeitet, Taxifahrer, Lagerarbeiter, Pizzalieferant, Wachmann und seit ein paar Jahren arbeite ich als Bote im Krankenhaus, was mir ganz gut gefällt, weil die Atmosphäre da sehr menschlich ist.

Mein Haupt“beruf“ ist aber seit Jahren mein Sohn Tim, der inzwischen 13 ist und derzeit altersgemäß über alles meckert und alles besser weiß, aber bisher nur äußerlich so groß ist wie ich.

Mein Interesse an Bergbau ist eher zufällig entstanden, als ich mich mal vor Jahren auf dem Weg zu Schloss Beck in Bottrop mit Freunden in Gelsenkirchen und Umgebung total verfahren habe und gesehen habe, dass das Ruhrgebiet ganz anders ist, als ich immer gedacht hatte, vielseitiger und bunter und viel interessanter.

Ich bin ja in Ratingen geboren (18.7.1957) und habe lange in Berlin gelebt, jahrzehntelang war das Ruhrgebiet nur Transitland für mich. Inzwischen ist es Heimat geworden, wo ich mich wohl fühle wie sonst nirgends.

Meine Homepage: (…)  

Hier geht’s zu seiner Autorenseite: (…)

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