Ausflug mit der Dampflok der Ruhrtalbahn, Archivbild

Unter Dampf in eine wunderschöne Landschaft und Industriekultur

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von Gerlind Westerburg.

Am frühen Sonntagmorgen um 9:00 Uhr ging es los. An jedem 1. Samstag im Monat von April bis Oktober fährt auf der alten Strecke der „Ruhrtalbahn“ die historische Dampflokomotive und zieht liebevoll restaurierte Wagen vom Eisenbahnmuseum Bochum entlang der Ruhr bis Hagen Hauptbahnhof.

Ohne große Formalitäten oder sich vorher anzumelden, starteten wir unseren Ausflug in den Ennepe-Ruhr-Kreis in Bochum Dahlhausen mit dem schnaufenden Dampfross.

Unser erstes Ziel an diesem Tag war die Hattinger Altstadt mit 150 mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Rund um den Kirchplatz der St-Georgs-Kirche reihen sich nach originalgetreuem mittelalterlichen Grundriss die schönsten Fachwerkhäuser Nordrhein-Westfalens. Unser bevorzugtes Fotomotiv fanden wir schnell auf dem Weg in die Altstadt als der schiefe Kirchturm zwischen den eng stehenden alten Häusern hindurch schaute.

Hattingens historische Altstadt mit der St.-Georgs-Kirche, Archivfoto @ Arnold Schott
Hattingens historische Altstadt mit der St.-Georgs-Kirche, Archivfoto @ Arnold Schott

Auf unserer weiteren Erkundungstour entlang der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer kamen wir zum Zollhaus, Hattingens kleinstem Haus. Ein Abstecher zur Tourist-Information entdeckten wir ein besonders eigenwilliges Gebäude. Das Bügeleisenhaus. Es sieht wirklich aus, wie ein aufgestelltes Bügeleisen. Schon sehr erstaunlich, wie man 1611 eine solche Statik erstellen konnte.

Hattingen, Bügeleisenhaus - Archivfoto Marion Schneider und Christoph Aistleitner
Hattingen, Bügeleisenhaus – Archivfoto Marion Schneider und Christoph Aistleitner

Und nach einem ordentlichen Frühschoppen in einer ganz urigen Kneipe ging die Fahrt um 12:00 Uhr zur nächsten Etappe unseres Ausflugs mit der Dampflock zur Henrichshütte. Nur 3 Minuten dauerte die Fahrt zum ältesten noch erhaltenen Hochofen im Revier. Ehemals arbeiteten 10.000 Menschen hier und brachten Reichtum nach Hattingen. 150 Jahre waren hier Eisen und Stahl zu Hause. Heute ist es ein eindrucksvolles Industriemuseum. Mit einem gläsernen Fahrstuhl ging es hinauf auf die Plattform des Hochofens. Atemberaubend ist der Blick von oben auf das riesige Areal und die bildliche Darstellung der Geschichte der Henrichshütte und ihrer Umgebung.

Aber der Ennepe-Ruhr Kreis hat auf seinem großem Gebiet, das Berge Flüsse und Stauseen umfasst, noch mehr zu bieten. Alte Herrenhäuser und Burgen lohnen einen Ausflug. Und so führte uns die Ruhrtalbahn nach ausgiebiger Besichtigen der Henrichshütte wieder eine Station weiter nach Burg Blankenstein.

70 Meter hoch über der Ruhr haben wir nicht nur den Ausblick in uns aufgenommen und das alte Gemäuer der Burgruine besichtigt, sondern als das gastronomische Highlight des Tages in der kleinen Burggaststätte die „Bergische Kaffeetafel“ genossen. Mit typische Waffeln mit Milchreis und Zucker und Zimt und einem Pott Kaffee ging unser Ausflug an diesem wunderschönen Sonntag zu Ende.

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Hier ein toller, 40minütiger YouTube-Film über die RuhrtalBahn
und die Attraktionen am Wegesrand … 

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Informationen über Ruhrtalbahn

Seit 2005 bietet die RuhrtalBahn Eisenbahnromantik nach Fahrplan. In diesem Jahr hat sie auf den Linien „Ruhrtal“ und „Teckel“ insgesamt 63 Fahrtage, 11 davon mit Dampfzug, geplant. Noch bis zum 23. Oktober pendelt der Schienenbus an allen Frei- und Sonntagen auf der Linie „Ruhrtal“. Ausnahmen gelten bis Oktober an den ersten Sonntagen eines Monats: Dann steht die Linie „Ruhrtal“ unter Dampf und der Schienenbus pendelt auf der Line „Teckel“.

Alle Informationen rund um die RuhrtalBahn, Fahrpläne und -preise sowie besondere Themenfahrten durch den Ennepe-Ruhr-Kreis und das Ruhrgebiet liefert auch das Internet. Adresse: www.ruhrtalbahn.de.

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