24 - Die Renovierung des denkmalgeschützten Hauses geht langsam voran

Der Arche-Hof Ibing in Wetter / Ruhr

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von Petra Muxfeldt.

Bei unserem herrlichen Ausflug zum Arche-Hof Ibing in Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis konnten meine zwei Söhne und ich Landwirtschaft und Tiere in ihrer ursprünglichen Nutzung und artgerechten Haltung erleben. Besonders Kinder haben hier die Möglichkeit auch bedrohte Tierarten kennen zu lernen – und auch mich als Erwachsenen brachte so Manches hier zum Staunen, wie zum Beispiel die fast schon ausgestorbenen Bengtheimer Landschafe sowie das Vorwerkhuhn, welche beide hier zu Hause sind.

Die angebotene Hofführung zeigte uns anschaulich wie Milch zu Käse wird, Küken schlüpfen warum die Schafe im Winter nicht auf ihre dicke Wolle verzichten können und Informationen über Steinkauz und Schleiereule. Der Ausflug bescherte uns ein Glas frische Milch und hofeigenen Käse. Meine beiden Jungs probierten mit gutem Appetit und dieser auf Nachhaltigkeit bedachte Hof im Ennepe-Ruhr-Kreis ließ uns die Wichtigkeit natürlicher Erzeugnisse erkennen.

Blick auf die Eier"produktion" auf dem Archehof Ibing in Wetter an der Ruhr
Blick auf die Eier“produktion“ auf dem Archehof Ibing in Wetter an der Ruhr

Ein Vortrag bei den schlüpfenden Küken gefiel uns besonders gut und meine beiden Söhne hörten gut zu, als sie erfuhren, dass ein Küken sich nach 21 – 22 Tagen aus der Schale des Eis herauspickt. Das flauschige Tierchen bleibt noch 24 Stunden im warmen Nest, bis es mit Mutter Huhn und Geschwistern ins Freie darf – mit all seinen Fähigkeiten und Instinkten. Die dortigen seltenen Vorwerkküken sind schwarz, gelb oder schwarz-gelb gemischt. Nach dem 2. Weltkrieg war das Vorwerkhuhn fast ausgestorben. Aber mittlerweile, auch durch diesen Arche-Hof im Ennepe-Ruhr-Kreis und anderen Züchtern, konnte der Bestand wieder aufgebaut werden.

Auch das seltene Bengtheimer Landschaf haben wir bei diesem tollen Ausflug auf dem Hof bestaunt und die Wolle dieser Schafrasse als angenehm weich und kuschelig warm empfunden. Meine Jungs und ich waren froh zu hören, dass dieses Moor- und Heideschaf wieder auf einen Bestand von 2500 Tieren insgesamt als Ganzes angewachsen ist, nachdem es in den 70er Jahren nur noch 50 Schafe davon gab. Es gehört aber immer noch zu den gefährdetsten Nutztieren. Wir konnten dort nun mit eigenen Augen sehen, dass diese Schafe besser sind als jeder Rasenmäher!

Am Ende dieses ereignisreichen Tages und somit unseres schönen Ausflugs in der Gegend des Ennepe-Ruhr-Tals auf dem naturbedachten und Tiere schützenden Arche-Hofes, haben wir die besten Eindrücke von Nachhaltigkeit im Umgang mit Tier und Landwirtschaft hier erlebt und mitgenommen.

 

Weitere Informationen:

Arche-Hof Ibing
Sonja Gehlen-Bremer, Am Ibing 1, 58300 Wetter/Ruhr
Tel.: 02335/801466
eMail
Internet

Angebote:
Hofführungen / Naturschutzführungen und -vorträge / „Kindererlebnistage“ auf dem Bauernhof / Individuelle Ferienbetreuung Ihres Hundes oder Kaninchens / Obstbaumschnitt-Kurse

Öffnungszeiten:
„Wir freuen uns über Ihren Besuch nach Absprache!“

Anreise mit dem Auto:
Über die A43 aus dem Ruhrgebiet in Richtung Wuppertal kommend die Abfahrt Sprockhövel. An der 1. Ampel rechts in Richtung Sprockhövel, über eine 2. Ampel, dann nach ca. 300m links rein (vor einem weißen Haus) in die Albringhauser Straße. Nun ca. 3,5 km Hauptstraße mit einigen Kurven, vorbei an einigen Gasthöfen links und rechts (Kastanie am Hax). Danach links rein in den Zechenweg (Firmenschilder Overbeck, Külpmann), geradeaus über eine kleine Brücke, dahinter rechts und nach ca. 600m links rein in „Im Niepenberg“. Nach einigen Kurven geht es links rein in den Zielweg „Am Ibing“.

 

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Hier weitere Fotos vom Arche-Hof
(viele davon von Peter Krauskopf, 2009 – 2014)

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